Taubenabwehr ist vor allem dann ein wichtiges Thema, wenn es um die Denkmalpflege und den Erhalt historischer Gebäude geht. Die Vögel nisten sich gerne in den Nischen von alten Kirchen ein, um dort zu schlafen, fliegen nach dem Fressen auf Denkmäler und Statuen, die sie dann als Toilette benutzen und hinterlassen so jede Menge an Kot und Gefieder, Nistmaterial und Krankheitserregern.
Nur mit der Taubenabwehr, und der aus ihr resultierenden Dezimierung der Tiere kann diesem Zustand Abhilfe geschaffen werden. Natürlich gibt es manchen romantischen Aspekt, wenn man beim Brunnen, der vor einem alten Schloss steht, Reste des Picknickkorbes an die Tauben verfüttert. Dabei wird jedoch nicht bedacht, dass das Gebäude, der Brunnen und auch alle Statuen im Park vom Kot der Vögel verdreckt werden. Der Schmutzberg, den die Tiere bei mangelnder Taubenabwehr hinterlassen, ist an sich schon beachtlich. Hinzu kommt, dass der aggressive Taubenkot auch das Material angreift, auf welchem er hinterlassen wird.
Die Salpetersäure, die in den Fäkalien enthalten ist, greift sogar Marmor und Metall an, sodass die unersetzlichen historischen Werte Schäden nehmen, die nicht wieder gut zu machen sind. Ein wichtiger Schritt in der Tubenabwehr ist es, den Tieren das Futterangebot so gering wie möglich zu machen. Jegliches Füttern sollte also unterbleiben, um die Schäden, deren Beseitigung jedes Jahr Millionen an Kosten verschlingen, zu verringern. Die Bauwerke und Denkmäler sollen auch für die nächsten Generationen erhalten bleiben; außerdem kosten Reinigung und Restaurierung Unsummen. Wo Tauben keinen Nistplatz und kein Futter finden, siedeln sie sich nicht an; nur auf diese Weise kann man hier Abhilfe schaffen.
